Wer in eine Polizeikontrolle gerät, muss sich nicht selten einem Alkoholtest stellen. Bisher war es so, dass man dabei in einen Apparat pusten muss, bis ein Wert im Display erscheint. Sofern dieser Wert eine bestimmte Grenze überschreitet, muss man sich einer Blutprobe stellen. Da dieses Verfahren aber sehr teuer ist – immerhin muss das Blut in einem aufwändigen Laborverfahren untersucht und ausgewertet werden – soll es in Zukunft ein neues Messverfahren geben.
Die neuartige Atemkontrolle soll vor allem Kosten sparen. Doch schon jetzt gibt es Gegner dieser Methode, denn nachweisbar arbeitet ein solches Gerät mit einer Fehlerquote von fünf Prozent. Dies würde wiederum bedeuten, dass jedes 20. Urteil einer Fehlentscheidung gleichkommt und sich jemand Unschuldiges wegen Trunkenheit am Steuer zu verantworten hat. Sowohl Justizminister als auch der ADAC sprechen sich öffentlich gegen die Einführung eines solchen Verfahrens aus. Weitere Nachteile bei der Atemalkoholkontrolle sind, dass dieser Test nicht wiederholt werden kann und damit der Messvorgang von einem Gericht nicht nachvollzogen werden kann.
Bleibt also zu hoffen, dass auch die Innenminister erkennen, dass ein solches Verfahren hauptsächlich Nachteile birgt, welche zu Lasten der Autofahrer gehen.
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